Benjamin Schüle: Ein Perkussionist zwischen Tradition und Innovation

benjamin schuele

Willkommen auf der persönlichen Webseite von Benjamin Schüle, einem Musiker, der die Grenzen der klassischen Perkussion neu definiert. Geboren und aufgewachsen in Schaffhausen, hat meine musikalische Reise mich von den ersten Rhythmen der Knabenmusik bis zu den Bühnen der klassischen Musik geführt.

Mein Weg zur Musik

Von Trommeln und Schlagzeug bis hin zum Xylophon - meine frühe Faszination für Rhythmusinstrumente wurde in der Knabenmusik Schaffhausen geweckt. Mit 17 Jahren stand ich bereits als Solist auf der Bühne, ein Erlebnis, das den Grundstein für meine musikalische Karriere legte. Mein Studium der klassischen Perkussion am Konservatorium Schaffhausen erweiterte mein musikalisches Spektrum und führte mich zu Meisterkursen und Weiterbildungen bei renommierten Lehrern wie Leigh Howard Stevens, Peter Sadlo am Mozarteum in Salzburg und Klaus Tresselt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.

Künstlerische Höhepunkte und Innovationen

  • Preisgekrönte Virtuosität: Der Gewinn des Schaffhauser Walther-Bringolf-Preises im Jahr 1998 war ein früher Meilenstein meiner Karriere, der meine Hingabe und mein Können im Bereich der klassischen Perkussion anerkannte.

  • Entwicklung einer neuen Spieltechnik: In den letzten Jahren habe ich mich intensiv der Marimba-Vierschlägeltechnik gewidmet. Durch die Kombination der Vorteile der Stevens- mit der Burton-Technik ist eine innovative Spielweise entstanden, die es mir erlaubt, das volle Klangspektrum der Marimba mit einer noch nie dagewesenen Präzision und Ausdruckskraft zu entfalten.

Marimba im St. Johann: Ein Fenster zur Welt der Marimba

Mit der von mir ins Leben gerufenen Konzertreihe “Marimba im St. Johann” verfolge ich ein klares Ziel: die Marimba einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und ihre faszinierende Vielseitigkeit im klassischen Konzertkontext zu etablieren. Ich sehe ein immenses Potenzial für die Marimba, weit über ihre traditionellen Grenzen hinaus zu wirken und ein festes Repertoire in der Welt der klassischen Musik zu beanspruchen. Durch diese Konzertreihe möchte ich die einzigartigen Klangfarben und die emotionale Tiefe der Marimba hervorheben und zeigen, wie sie das klassische Musikspektrum bereichern kann. Es ist mein Anliegen, die Marimba aus ihrem Nischendasein zu befreien und ihr den Platz auf der Bühne zu geben, den sie verdient. “Marimba im St. Johann” ist mehr als nur eine Konzertreihe – es ist eine Bewegung, die die Wahrnehmung und Wertschätzung dieses außergewöhnlichen Instruments neu definieren soll.

Bedeutende Auftritte

Ein Höhepunkt meiner Karriere war das virtuose Marimbakonzert in der Kirche St. Johann, begleitet von dem exquisiten Eleas Streichquartett und der talentierten französischen Pianistin Raphaëlle Proust. Die Vielseitigkeit der Marimba, von traditionellen afrikanischen und südamerikanischen Klängen bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen, stand im Mittelpunkt dieses Konzerts und begeisterte das Publikum.

Pressestimmen

Der preisgekrönte Schaffhauser Perkussionist Benjamin Schüle gab am Sonntagabend in der Kirche St. Johann ein hochstehendes Konzert mit seiner Marimba. Es war ein Erlebnis, mit welcher Geschicklichkeit der klassisch ausgebildete Benjamin Schüle mit vier Schlägeln spielte, zwei in jeder Hand. Er bot das ganze Programm auswendig dar, was ihm die körperliche Bewegungsfreiheit ermöglichte, spielend in verschiedenste Tonbereiche zu springen. Das berühmte Konzert in vier Sätzen beeindruckte durch rasante Tempi, interessante Rhythmen, groovige Tanzabschnitte, jazzigen und brasilianischen Touch sowie melancholische Stellen, denen fulminante Marimbasoli eingestreut waren.

Schaffhauser Nachrichten, 31.10.2023

Dann geschieht ganz plötzlich das Wunderbare. Das nicht Erklärbare, aber umso mehr das Fühlbare. Werke aus verschiedenen Jahrhunderten interpretierte und zauberte der Künstler aus dem Marimbaphon, mit dem er zu verschmelzen schien und alles um sich herum vergass.

Klettgauer Bote, 21.10.2020

… und dem Schaffhauser Paukisten Benjamin Schüle einen beachtenswerten musikalischen Auftritt in Szene setzte.

Schaffhauser Nachrichten, 7.9.2009

Am Konzert liessen sie die drei Werke vor einem faszinierten Publikum mit jener Bravour erstehen, die sich nach gründlichem Ensembleeinsatz einstellt, und da beide ihr Handwerk verstehen und das künstlerische Gestaltungsvermögen einsetzen konnten, wurde der Abend zum Hörgenuss. Das Marimbakonzert von Ney Rosauro lebt vom Spannungsverhältnis zwischen pulsierender Motorik und wechselnder unregelmässiger Metrik einerseits sowie von der Variations- und Improvisationsfantasie über feststehendem Bass (in Farewell) andererseits. Nebst einer raffinierten Klangnuancierung beeindruckte Schüle bereits hier mit der Sensibilität in der Wahl der Schlägel, die sich später als wirkungssicher erweisen sollte.

Schaffhauser Nachrichten, 17.9.2003

… in Khatchaturians berühmtem «Säbeltanz» zeigte Benjamin Schüle professionelles Können am Xylophon …

Schaffhauser Nachrichten, 2.4.2001

Weiter ging’s mit Ney Rosauros Concert for Marimba and String Orchestra mit Benjamin Schüle am Marimbaphon. Fulminante südamerikanische Polyrhythmik, mit Eleganz und Präzision dargeboten, entführte das Publikum alsbald an die Copacabana, wobei der Solist nicht nur sein grosses Können und seine beachtliche Musikalität, sondern auch die für dieses ausladende Instrument notwendige körperliche Fitness eindrucksvoll unter Beweis stellte. Etwas leger formuliert: Sport und Musik mit einem gefälligen Schuss Exotik.

Schaffhauser Nachrichten, 28.6.1999

Engel schrieb ein brillantes Xylophonsolo, das auf Wunsch des Publikums teilweise wiederholt wurde. Es wurde von Benjamin Schüle gespielt, der seine exponierte Aufgabe auch sonst souverän und präsent erfüllte.

Schaffhauser Nachrichten, 26.3.1998

Benjamin Schüle brillierte einmal mehr mit einem gekonnt vorgetragenen Xylophon-Solo der «Tell-Fantasie» von G. Rossini, arrangiert von F. Krüger.

Schaffhauser Nachrichten, 21.5.1995

Den größten Publikumsbeifall erzielte jedoch der junge Xylophon-Virtuose Benjamin Schüle mit seiner brillanten Solo-Interpretation des temperamentvollen klassischen «Csárdás» von Vittorio Monti, das wirklich keine Wünsche mehr offenließ und zur Wiederholung herausgeklatscht wurde.

Schaffhauser Nachrichten, 11.6.1994

Mit Benjamin Schüle als Solist am Xylophon und dem vorzüglich disponierten Korps unter der Leitung von Hansjörg Bollinger wurde der Csárdás von Vittorio Monti im Arrangement von Willy Hautvast zu einem Hörgenuss, so dass eine Wiederholung unumgänglich war.

Schaffhauser Nachrichten, 12.4.1994

Als brillantes Paradestück für den korpseigenen Xylophonvirtuosen Beni Schüle entpuppte sich die bekannte «Tell-Fantasie» nach einem Arrangement von Fritz Krüger mit subtiler Background-Untermalung durch das sehr präzise aufspielende Korps.

Schaffhauser Nachrichten, 4.6.1993

Fritz Krüger hat die Melodien der Ouvertüre zur Oper «Wilhelm Tell» zu einem Solo für Xylophon und Blasorchesterbegleitung zusammengestellt und dieser Komposition den Titel «Tell-Fantasie» gegeben. Benjamin Schüle gab dieses Stück mit Bravour zum Besten und wurde vom Korps in dynamisch mustergültiger Distanz begleitet. Kein Wunder, dass das Publikum mit lang anhaltendem Applaus eine Wiederholung forderte.

Schaffhauser Nachrichten, 15.1.1993

… stellte unter dem Titel «Tell-Fantasie Op. 4» gleichsam als solistischen Höhepunkt den talentierten Benjamin Schüle als brillanten Xylophon-Solisten heraus, welcher für eine Zugabe herausgeklatscht wurde.

Andelfinger Bote, 9.1.1993